Doktorandenstipendien des Collegium Bohemicum zum Thema Geschichte der Deutschen in den tschechischen Ländern
Das Collegium Bohemicum bietet in Zusammenarbeit mit der J.-E.-Purkyně-Universität und dem Stadtmuseum Ústí nad Labem halbjährige Stipendien für Doktoranden zum Abschluss von Dissertationen an zu Themen, die mit der Geschichte der Deutschen in den böhmischen Ländern in Zusammenhang stehen. Das Stipendium setzt den Aufenthalt in Ústí nad Labem/Aussig und die Teilnahme an Aktivitäten des Collegium voraus.
Kulturmanager der Robert-Bosch-Stiftung
Das Collegium Bohemicum gehört zu den Gastinstitutionen im Robert Bosch Kulturmanagerprogramm . Mehr Informationen zum Programm finden Sie unter:
Bayrischer Ministerpräsident schließt seinen Besuch der Tschechischen Republik im Collegium Bohemicum in Ústí nad Labem ab
Den historisch zweiten Besuch der Tschechischen Republik seit 1989 schloss der bayrische Ministerpräsi-dent Horst Seehofer am 24.11.2011 im Collegium Bohemicum ab. Auf der tschechischen Seite entstand hier während der Zeit des politischen Schweigens zwischen der Tschechischen Republik und dem Freistaat Bayern eine moderne Institution, die derzeit als Ort der Begegnung und gemeinsamen Kultur-, Bildungs- und For-schungsprojekten dient.
číst dál | Jan Kout | 29.11.2011 | diskuse (0)
Collegium Bohemicum
Mit der Gründung der Organisation am Jahresende 2006 und mit dem Beginn der Bürotätigkeit im Sommer 2007 wurde an die mehrjährige Vorbereitungsphase des Collegium Bohemicum angeknüpft. Daran waren folgende Institutionen beteiligt: die Stadt Ústí nad Labem (Oberbürgermeister Petr Gandalovič und Jan Kubata), das Stadtmuseum, die Jan-Evangelista-Purkyně-Universität und die Gesellschaft für Geschichte von Deutschen und Tschechen. Das Collegium Bohemicum entstand mit dem Ziel, eine unabhängige, offene und interaktive Institution zu werden, die tschechienweit tätig wird und die sich dem Kulturerbe der deutschsprachigen Bevölkerung in den böhmischen Ländern widmet. In Zukunft wird das Collegium Bohemicum über ein eigenes Archivsowie ein Museum, eine Bibliothek und Wissenschafts- und Bildungsstätten verfügen. Somit soll das Collegium Bohemicum eine Begegnungs- und Erkenntnisstätte werden, die zu einem Dialog zwischen den Interessierten aus Fach- und breiter Öffentlichkeit aus Deutschland, Tschechien, Österreich und weiteren Ländern beiträgt.
Otfrid Pustejovsky und Marek Nekula erhalten am 1. November 2011 im Kaisersaal des Museums von Aussig/Ústí nad Labem den Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung 2011
Otfrid Pustejovsky und Marek Nekula erhalten am 1. November 2011 im Kaisersaal des Museums von Aussig/Ústí nad Labem den Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung 2011. Ehrenpreise gehen an Klaus Fiedler und Lenka Holíková. Gestif-tet werden die diesjährigen Kunstpreise von den Fotografen Petra Flath aus München und Jan Jindra aus Prag.
číst dál | Jan Kout | 26.10.2011 | diskuse (0)
Collegium Bohemicum beginnt unter der Schirmherrschaft des tschechischen Kulturministers Jiří Besser seine Tätigkeit im renovierten Museumsgebäude in Ústí nad Labem
Am 29. Juni 2011 kommt es unter Beteiligung der beiden tschechischen Minister Jiří Besser und Alexandr Vondra zum feierlichen Beginn der Tätigkeit des Collegium Bohemicum im von Grund auf renovierten Museumsgebäude in Ústí nad Labem. Im Rahmen eines ganztägigen Programms, das dem Thema der Architektur gewidmet sein wird, werden den Siegern des Architektenwettbewerbs zur Gestaltung der geplanten Ausstellung zur Geschichte der deutschen Bewohner der böhmischen Länder, der vom Collegium Bohemicum gemeinsam mit der tschechischen Architektenkammer Ende letzten Jahres ausgeschrieben worden war, Preise verliehen.
číst dál | Jan Kout | 23.6.2011 | diskuse (0)
Das Collegium Bohemicum unterstützt das Deutsch-Tschechische Jugendforum
Das Deutsch-tschechische Jugendforum sucht neue Teilnehmerinnen / neue Teilnehmer für
die sechste Amtszeit 2011-2012!!!
Wer sind wir?
Wir sind eine Gruppe von 30 Jugendlichen aus Deutschland und Tschechien, deren Ziel es ist, durch zahlreiche Projekte den Dialog zwischen Deutschen und Tschechen zu stärken und sich für die Vertiefung der deutsch-tschechischen Beziehungen sowie die gegenseitige Zusammenarbeit zu
engagieren.
Beispiele für unsere Projekte:
· Wir haben einen Kurzfilm gedreht über das Leben „auf der anderen Seite“ und die alltäglichen Unterschiede von Deutschen und Tschechen
· mit Vorträgen an Schulen und Universitäten wollen wir deutsche und tschechische Jugendliche für einen Aufenthalt in Tschechien („Czech In!“) oder in Deutschland („Versuch´s
mal in Deutschland“) begeistern.
· Im Rahmen einer Jugendbegegnung erkundeten wir die Spuren und Originalschauplätze der Samtenen Revolution und sprachen mit Zeitzeugen.
· unter dem Titel „Alles ist anders…“ haben wir Deutschen und Tschechen durch gemeinsames Musizieren und Theaterspielen das grenzüberschreitende kulturelle Erbe
näher gebracht.
· in einem Workshop entwickelten Schülerinnen und Schüler aus beiden Ländern Ideen und Projekte, wie sie ihre Schule nach ihren eigenen Wünschen gestalten können.
Thema 2011-2012: Gesellschaftlicher Zusammenhalt
In der kommenden Amtszeit haben wir uns zum Ziel gesetzt, Projekte auf die Beine zu stellen, die sich mit dem Thema Gesellschaftlicher Zusammenhalt in der heutigen Zeit beschäftigen.
Wir suchen DICH – wenn DU:
- zwischen 16 und 25 Jahren alt bist
- die deutsche oder die tschechische Staatsangehörigkeit besitzt
- dich für den deutsch-tschechischen Austausch interessierst (Tschechischkenntnisse werden
nicht vorausgesetzt)
- von September 2011 bis Mai 2012 Lust und Zeit hast, gemeinsam Projekte zu realisieren
- gerne ins Nachbarland reist
- eine Projektidee zum Thema ‚Gesellschaftlicher Zusammenhalt‘ hast
Wenn Du diese Kriterien erfüllst und Teil des deutsch-tschechischen Jugendforums 2011-2012 werden möchtest, schicke bitte Deinen tabellarischen Lebenslauf zusammen mit einem Motivationsschreiben, aus dem Dein Interesse für das Nachbarland sowie Deine Projektideen zum Thema „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ hervorgehen, bis spätestens 30. Juni 2011 per E-Mail an Anne Theobald: anne.lena.theobald@web.de!
Weitere Informationen findest Du unter: www.dtjf.de!
Jan Kout | 6.6.2011 | diskuse (0)
Marco Zimmermann
Marco Zimmermann ist der Tschechischen Republik seit seinem Auslandsstudium im Jahr 2003 verbunden. In Düsseldorf studierte er Osteuropäische Geschichte und Informationswissenschaften, in Prag im akademischen Jahr 2003/2004 Internationale Studien. Er unterrichtete als DAAD-Tutor am Lehrstuhl für Deutsche und Österreichische Studien des Instituts für Internationale Studien an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität Prag und koordinierte das DAAD-Austauschprojekt zwischen den Universitäten Prag und Düsseldorf sowie ein Editionsprojekt zwischen Düsseldorf und Brno.
Seit 2007 war er regelmäßig in Prag und Litoměřice zwecks Recherchen zu seiner Dissertation, er schreibt für die Landeszeitung der Deutschen Minderheit in der Tschechischen Republik und arbeitet als Lektor und Übersetzer. Sein Schwerpunkt ist die Geschichte der Deutschnationalen in den Böhmischen Ländern und die Politik der Sudetendeutschen Landsmannschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Im Rahmen seines Aufenthalts in Usti recherchiert er u.a. lokale Archivquellen zur Tätigkeit Lodgmans, der für die Stadt Aussig 1911 in den österreichischen Reichsrat gewählt wurde.
Konzept der Exposition zur Geschichte der Deutschen in den böhmischen Ländern
Wir schaffen ein Museum nationalen Formates mit internationaler Bedeutung. Wir sind uns bewusst, dass das Kulturerbe der böhmischen Länder auch von denjenigen geformt worden ist, die hier für Jahrhunderte lebten und Deutsch sprachen. Wir wollen die Besucher des Museums genau mit dieser in Vergessenheit geratenen Dimension der Geschichte unseres Landes überraschen.
Das katastrophale Ende des deutsch-tschechischen Zusammenlebens war Grund dafür, dass die Beziehungen lange Zeit nicht als inspirativ wahrgenommen wurden. Wir wissen und wollen nicht verschleiern, dass die Geschichte von Konflikten und Gewalt begleitet wurde. In der Vielfältigkeit der Beziehungen sehen wir allerdings eine Quelle der Bewegung zu Innovationen und einer reicheren Kultur.
Wir wollen, dass die Exposition zugleich eine Sonde, eine Präsentation und eine kritische Bewertung der Wirkung und des Beitrages der deutschsprachigen Bevölkerung der böhmischen Länder aus tschechischer Sicht, aber im europäischen Kontext ist.
Wir sind davon überzeugt, dass die modern, wissenschaftlich und sachlich ausgearbeitete Exposition das tschechische Bewusstsein von der eigenen Geschichte bereichert, die auf einmal offen und vielfältig aussieht, und zur Selbstreflexion der tschechischen Gesellschaft beiträgt.
Das Expositionskonzept entsteht im Dialog der Vorbereitungsgruppe mit dem wissenschaftlichen Beirat des Collegium Bohemicum. Zu einzelnen Themen werden weitere Autoritäten konsultiert.
Das Collegium Bohemicum baut eine Exposition ohne eigene Sammlungen auf. Wir sind deshalb am Kauf von Gegenstände interessiert, die zu oben beschriebenen thematischen Bereichen passen. Willkommen sind auch Geschenke und Anreize zur Gestaltung der Exposition. Bemerkungen schicken Sie bitte an info@collegiumbohemicum.cz. Vielen Dank.
Jan Kout | 16.12.2010 | diskuse (0)
Collegium Bohemicum, o.p.s. schreibt Architekten- und Kunstwettbewerb aus
Der gemeinnützige Verein Collegium Bohemicum schreibt in Übereinstimmung mit der Wettbewerbsordnung der Tschechischen Architektenkammer und nach dem Gesetz Nr. 360/1992 im Rechtsbuch einen ARCHITEKTEN- UND KUNSTWETTBEWERB FÜR DEN ENTWURF „DER REALISIERUNG DER DAUEREXPOSITION ZUR GESCHICHTE DER DEUTSCHEN IN DEN BÖHMISCHEN LÄNDERN“ aus.
WETTBEWERBSBEDINGUNGEN (auf Tschechisch)
UNTERLAGEN (auf Tschechisch)
Das Collegium Bohemicum organisiert das Jahreskonferenz des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums „Innovationen – Chancen, Risiken, Voraussetzungen“
„Innovationen – Chancen, Risiken, Voraussetzungen“ wurde als Thema der diesjährigen Jahreskonferenz des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums ausgewählt. Das Treffen von zweihundert führenden deutschen und tschechischen Persönlichkeiten aus den Bereichen der Wirtschaft, Kultur, Politik und Wissenschaft wird am 9. Oktober in der Nationalen Technischen Bibliothek in Prag stattfinden.
In Ústí nad Labem entsteht das erste Museum der Geschichte und Kultur der Deutschen in den böhmischen Ländern
Die Forschungs-, Kultur- und Bildungseinrichtung Collegium Bohemicum bereitet eine Dauerausstellung der Geschichte und Kultur der deutschsprachigen Bevölkerung in den böhmischen Ländern vor. Die erste Dauerausstellung zu diesem Thema in der Tschechischen Republik wird unter dem Dach des Stadtmuseums Ústí nad Labem beheimatet sein und eine Ausstellungsfläche von 1 500 m2 umfassen. Es handelt sich hierbei um eines der umfangreichsten und teuersten tschechischen Museumsprojekte.
Die Sammlung „Deutsches Kulturerbe“ des Collegium Bohemicum ist Grundlage der ersten Dauerausstellung zur Geschichte der deutschsprachigen Bevölkerung der Böhmischen Länder
Unter dem Titel „Deutsches Kulturerbe“ hat das Kulturministerium der Tschechischen Republik die Sammlung des Collegium Bohemicum in sein Zentralregister musealer Sammlungen eingetragen. Für deren öffentliche Präsentation wurde in diesen Tagen eine finanzielle Unterstützung aus dem europäischen Ziel-3-Fonds genehmigt. Die Sammlung wird in Form einer Dauerausstellung im städtischen Museum Ústí nad Labem gezeigt werden. Sie wird die erste Dauerausstellung zu Geschichte und Kultur der deutschsprachigen Bevölkerung der Böhmischen Länder in Tschechien sein.
Sechzig Fachleute und Politiker treffen sich zur Konferenz des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums in Cheb (Eger)
Sechzig führende Persönlichkeiten der deutsch-tschechischen Beziehungen – Historiker, Politiker und weitere Repräsentanten des öffentlichen Lebens aller politischen Richtungen – nahmen die Einladung zur Konferenz der Arbeitsgruppe „Erinnerungsorte“ des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums an, die am 5. Juni 2010 im Museum Cheb stattfindet. Die Ausrichtung der Konferenzen des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums übernahm die Kultur-, Bildungs- und Forschungseinrichtung Collegium Bohemicum.
Sechzig Fachleute und Spitzenpolitiker treffen sich in Cheb zur Konferenz des Deutsch-tschechischen Gesprächsforums
Sechzig führende Persönlichkeiten der deutsch-tschechischen Beziehungen – Historiker, Politiker und andere Repräsentanten des öffentlichen Lebens aller politischen Richtungen – haben die Einladung zur Konferenz der Arbeitsgruppe „Erinnerungsorte“ des deutsch-tschechischen Gesprächsforums angenommen, die am 5. Juni 2010 im Museum Cheb/Tschechien stattfindet. Die Ausrichtung der Konferenz des deutsch-tschechischen Gesprächsforums übernahm die sowohl im wissenschaftlichen, als auch im Kultur- und Bildungsbereich tätige Gesellschaft Collegium Bohemicum mit Sitz in Ústí nad Labem.
Geschichte verbindet
Großes Zeitzeugenprojekt zu Holocaust und Stalinismus für Schulen in den deutsch-tschechischen Euroregionen.
Dr. Hans Peter Hye

– Historiker, geb. 1955 in Innsbruck
– Mitarbeiter der Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie
– seit 1996 Mitarbeiter der Historischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
– Spezialgebiete: Studien zur Geschichte des Vereinswesens und des Bürgertums in der Habsburgermonarchie, zur politischen Geschichte, zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte insbesondere der Länder der Habsburgermonarchie, zur Geschichte der Stadt Aussig im 19. Jahrhundert und zur „Revolution“ von 1848
Em. Prof. Václav Bok

– Historiker und Philologe, geb. 1939 in Prag
– 1992 Ernennung zum Professor für ältere deutsche Literatur am Lehrstuhl für Germanistik der Südböhmischen Universität in Budweis
– Chefredakteur der Zeitschrift „Germanoslavica“
– Spezialisierung u. a. auf die deutsche Literatur des 13.-16. Jahrhunderts in Böhmen und deutsche Eigen- und Ortsnamen in Böhmen
Wir gratulieren! Das Collegium Bohemicum brachte den Film "Wasser und Seife", Gewinner des diesmaligen Jahrgangs des Festivals FeminaFilm, nach Ústí nad Labem!
Thomas Oellermann
Der Verfasser eines Textes für die Dauerausstellung „Vergessene Helden“ des Museums der Stadt Ústí nad
Labem ist mit der Tschechischen Republik im ständigen Kontakt seit 2005, als er ein Praktikum beim deutschsprachigen Dienst des Tschechischen Rundfunks gemacht hatte. Er war auch DAAD-Tutor am Lehrstuhl für Deutsche und Österreichische Studien des Instituts für internationale Studien an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Karlsuniversität sowie Deutsch-Lektor. Er beteiligte sich an der Projektarbeit zur Erstellung eines deutschsprachigen Sammelbandes zur Geschichte der sudetendeutschen Antifaschisten am Institut für Zeitgeschichte der Akademie der Wissenschaften und auch an einer Webseite anlässlich des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht in den Sudetengebieten. Er konzentriert sich längerfristig auf die sudetendeutsche Arbeiterbewegung zwischen 1918 – 1939 sowie auf die Freizeit- und Kulturaktivitäten der Verbände und auf die Gewerkschaften. Im Rahmen des Stipendiums will er u. a. lokale Archivquellen zur Geschichte der Aussiger Sozialdemokratie bearbeiten.
Deutsche Filme beim Filmfestival FeminaFilm 2009 dank des Collegium Bohemicum
Den deutschen Beitrag des internationalen Filmfestivals FeminaFilm veranstaltet das Collegium Bohemicum. FeminaFilm findet dieses Jahr im Rahmen der 11. Tschechisch-Deutschen Kulturtage statt, welche vom Collegium Bohemicum auf der tschechischen Seite koordiniert werden.
Bedeutende sächsisch-tschechische wissenschaftliche Konferenz kommt nach Ústí nad Labem. Gleich zwei Premieren für die tschechische Stadt an der Elbe.
Pressebericht Ústí nad Labem, 12. Oktober 2009
Ústí nad Labem ist die erste tschechische Stadt, die die internationale wissenschaftliche Konferenz „Mittel- und Osteuropatag“ über die sächsisch-tschechische Fachkooperation willkommen heißt. Sie findet am 19.Oktober in den Räumlichkeiten der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität statt. Dieser tschechischen Premiere folgt anschließend gleich eine weitere: Der Festabend im Nordböhmischen Opern- und Baletttheater in Ústí nad Labem bildet gleichzeitig den Auftakt der 11. Tschechisch-Deutschen Kulturtage. Bisher wurden diese nur in Dresden begonnen. Der tschechische Veranstalter, die gemeinnützige Gesellschaft Collegium Bohemicum, lädt Sie deshalb herzlich zur feierlichen Eröffnung der Kulturtage, mit einem Konzert des berühmten Barockmusikensembles „Musica Florea“, ein.
Mittel- und Osteuropa Tag (MOE-Tag) in Aussig
Am 19. Oktober 2009 findet in den Räumlichkeiten der Philosophischen Fakultät der Jan-Evangelista-Universität „Mittel- und Osteuropatag“ – eine sächsisch-tschechische Konferenz. Das Collegium Bohemicum veranstaltet sie in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Mittel- und Osteuropa in Leipzig (KOMOEL). Das Ziel dieser eintägigen Veranstaltung ist es, den Universitäten, NGOs, wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen im sächsisch-tschechischen Raum die Möglichkeit zu geben, die Projekte ihrer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit vorzustellen. Vertreter dieser Institutionen können auf der Konferenz auch ihre Erfahrungen austauschen, ihre Kontakte vertiefen und neue Formen der Zusammenarbeit angehen.
Die Schule der Demokratie
Die Schule der Demokratie ist ein Pilotprojekt im Bereich der Vermittlung demokratischer Werte und Qualifikationen für eine aktive Bürgerschaft durch die Ausbildung in Sekundarschulen. Finanziell getragen wird das Projekt durch die Robert Bosch Stiftung und das Ministerium für Schulwesen, Jugend und Sport der Tschechischen Republik. Im Rahmen des Projektes werden themenbezogene Unterrichtsmaterialien für Mittelschullehrer im Bereich Geschichte und Gesellschaftkunde erstellt, die eine grenzüberschreitende Perspektive auf ausgewählte Themen aus der neueren Geschichte der deutsch-tschechischen Beziehungen bieten. Zum Ausdruck kommen sollen dabei die demokratischen Werte, die Achtung der kulturellen Unterschiede und der Minderheitenmeinung, sowie das Thema des Lebens in einer multikulturellen Gesellschaft. Die neuen Unterrichtsmaterialien und begleitende Qualifizierungsseminare für Lehrer werden neue Methoden der Geschichtsdidaktik zur Anwendung bringen.
Renovierung des Stadtmuseums von Ústí nad Labem
Die Grundsteinlegung war am 25. 4. 2009 der feierliche Auftakt der Renovierung des Stadtmuseumsgebäudes in Usti nad Labem.
Das Collegium Bohemicum zieht gemeinsam mit dem Stadtmuseum von Ústí nad Labem im Jahr 2011 in das renovierte Gebäude in der Masarykova 1000/3 ein.
Die EU-Förderung in Höhe von 337 Mill. Tschechischen Kronen wurde dem Investor, der Stadtverwaltung Ústí nad Labem, am 24.9. 2008 genehmigt. Mit der Renovierung wurde in der ersten Hälfte 2009 begonnen. Die Arbeiten werden ungefähr zweieinhalb Jahre dauern. In dem renovierten Gebäude entstehen Ausstellungsräume im Ausmaß von 2000 m2, Vortrags- und Repräsentationssäle. Einer der Bestandteile werden auch eine Bibliothek und ein Lernzentrum sein. Das Gebäude wird das Stadtmuseum von Ústí nad Labem verwalten, das es in enger Zusammenarbeit mit dem Collegium Bohemicum nutzen wird.
Das Collegium Bohemicum bereitet schon jetzt in Zusammenarbeit mit einigen Mitarbeitern des Stadtmuseums ein Konzept für die Dauerausstellung zur Geschichte der Deutschen in den böhmischen Ländern vor, die in den neurenovierten Räumen stattfinden wird. Zugleich ist das Collegium Bohemicum für die Finanzierung der Ausstellung zuständig.
Mit dem Beginn der Tätigkeit im Museumsgebäude wird Ende 2011 gerechnet.
Angebote zur Zusammenarbeit
Mit dem Collegium Bohemicum arbeiten viele Institutionen und Organisationen zusammen. Auch Sie können sich an unserer Arbeit als Stipendiat oder Praktikant beteiligen. Mehr Informationen finden Sie in der jeweiligen Rubrik.
Volker Mohn MA
(Förderungszeit Januar – Juni 2009)
Studierte moderne und osteuropäische Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zwischen 2003 und 2005 arbeitete am Lehrstuhl für Kultur und Geschichte der Deutschen in Osteuropa bei Prof. Brandes. Im Rahmen eines DAAD-Projekts war er zwei Semester an der Karlsuniversität in Prag, an der er Seminare über Geschichte des deutschen Spielfilms angeboten hat. 2005 absolvierte er ein Praktikum an der türkischen Çukur-University in Adana.
Die Themen seiner Doktorarbeit sind die nationalsozialistische Kulturpolitik in Böhmen und Mähren und tschechische Intellektuelle in der Protektoratszeit. In seiner Arbeit möchte er alle Bereiche des Kulturlebens im Protektorat einbeziehen, die von der nationalsozialistischen Propaganda beherrscht wurden.
In einem besonderen Teil setzt er sich mit damaligen Ausstellungen auseinander, die als Mittel nationalsozialistischer Propaganda gelten. Seine Arbeit ist eine klassische historische Forschung und tiefe Analyse der Möglichkeiten von nationalsozialistischen Kulturpolitik in der Protektoratszeit. Seine Quellen sind nicht nur deutsche und tschechische Archivbefunde, sondern auch die zeitgenössische Literatur, Film und Fotografien.
Rahel Rosa Neubauer
(Förderungszeit September 2008 – Februar 2009)
Studierte Literatur und Orientalistik an den Universitäten in Bonn, Istanbul und Wien. Sie ist Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung (ÖGKJLF). Der Schwerpunkt ihrer Forschung sind jüdische Märchen von Autorinnen aus der Zwischenkriegszeit. Sie arbeitet regelmäßig mit dem Institut für Wissenschaft und Kunst in Wien zusammen, an dem sie auch Vorträge hält. Im Zusammenhang mit dem CB-Stipendium arbeitet sie mit dem Deutschen Lehrstuhl an der UJEP zusammen, an der sie auch über die deutsch-jüdische Literatur vorträgt.
Ihre Doktorarbeit ist der Schriftstellerin Irma Miriam Singer, der Autorin jüdischer Märchen gewidmet. Diese bewegte sich in den Kulturkreisen der jüdischen Deutschen aus Prag und zeigte Sie, die in die literarische Welt von Max Brod eingeführt wurde. R. Neubauer sucht mittels der Analyse der Werke Singers die Zusammenhänge zwischen traditionellen jüdischen Märchen und der Umgebung, in der Irma lebte. Diese Vorgehensweisen sollen dann zu einer Bibliographie führen über die bis jetzt weithin unbekannte jüdische Schriftstellerin.
Tragische Orte der Erinnerung einer Region
Insgesamt vier Gymnasien aus Ústí nad Labem, Chomutov, Louny und Kadaň nehmen an diesem Projekt teil. Wir möchten gemeinsam mit ihren Schülern das Zusammenleben der deutschen, tschechischen und jüdischen Bevölkerung an diesen Orten erforschen. Beginnend mit den dramatischen 1930er Jahren über den Zweiten Weltkrieg bis zu den Nachkriegsmonaten in 1945, als das Zusammenleben dieser Gruppen definitiv endete.
PhDr. Petr Koura
(Förderungszeit September 2008 – März 2009)
In seiner Disseration zum Thema "Swing-Jugend und die Okkupationsmacht im Protektorat Böhmen und Mähren" analysiert er ein vergessenes Phänomen, das sich während des nationalsozialistischen Regimen etablierte, und zwar die Swingmusik. Die Arbeit entsteht im Rahmen des Stipendiums des Collegium Bohemicum.
Anhand zahlreicher Archivdokumente, die aus der Zeit des Nationalsozialismus überliefert sind, sowie aus Gesprächen mit Zeitzeugen und Musik- und Filmquellen beschreibt er, welchen Widerhall diese Musikrichtung bei den Protektorats-Jugendlichen gefunden hat. Zugleich werden politische Zusammenhänge und die Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime geschildert. Außerdem versucht er die Situation mit der in anderen europäischen Ländern zu vergleichen, in denen die Nationalsozialisten auch an der Macht waren.
Angebot für Stipendienaufenthalte
Das Collegium Bohemicum fördert wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Forschung über die Geschichte der deutschsprachigen Einwohner in den böhmischen Ländern. Unser Hauptinteresse gilt vor allem Projekten, die sich mit dem Zeitraum seit Ende des 18. Jahrhunderts beschäftigen und in denen moderne Ansätze zur Bearbeitung der Thematik von Identitäten im mitteleuropäischen Kontext angewandt werden.
Gründung
Die grundlegende Idee des Collegium Bohemicum o.p.s. (gemeinnützige Gesellschaft) ist es, die Geschichte des Zusammenlebens von Deutschen und Tschechen in den böhmischen Ländern eingehend zu erforschen und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Gleichzeitig richtet das Collegium Bohemicum verschiedenste Veranstaltungen aus, die sich deutscher Kultur widmen. Dadurch ermöglicht es persönliche Begegnungen zwischen Tschechen und Deutschen und beeinflusst die heutigen deutsch-tschechischen Beziehungen.
Das Collegium Bohemicum als Kultur- und Bildungseinrichtung, die auf die deutsch-tschechischen Beziehungen ausgerichtet ist, entstand durch die schrittweise erfolgte Transformation des öffentlichen Museums der Stadt Ústí nad Labem, welches bereits 1876 gegründet wurde. Nach 1989 wurde Ústí nad Labem ein Zentrum wissenschaftlichen Forschens auf dem Gebiet der Geschichte der Deutschen in den böhmischen Ländern und der deutsch-tschechischen Beziehungen. Die neu entstandene Institution wird diese Forschungen unterstützen, koordinieren und weiterentwickeln. Die erarbeiteten Ergebnisse wird sie der Öffentlichkeit in Form von Ausstellungen, interaktiven Programmen und Bildungsprojekten vermitteln. Bei der Präsentation und Interpretation der grundlegenden Aspekte des behandelten Themas wird besonderer Wert darauf gelegt, authentische Sammlungsstücke des Museums mit der Anwendung moderner Techniken zu kombinieren.
Ziele
Allgemein wissen wir heutzutage über die Konflikte, Streitigkeiten und die Gewalt, die die Beziehungen zwischen Deutschen und Tschechen begleitet haben, sehr viel. Die Konsequenzen wirken sich auch in der Gegenwart aus. Weniger wird davon gesprochen, was diese zwei Gruppen auf unserem Gebiet vereinte und was sie miteinnander teilten. Die deutsch-tschechischen Beziehungen haben eine schwierige und vielseitige Geschichte. Das Collegium Bohemicum möchte sich dafür einsetzen, diese Geschichte genau zu erforschen und der Öffentlichkeit zu vermitteln, und zwar durch Ausstellungen, Vorträge, Konferenzen, Bibliothek und spezielle Programme. Dies wird in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Fachleuten aus der Tschechischen Republik und aus dem Ausland geschehen.
Renovierung des Stadtmuseums von Ústí nad Labem
Das Collegium Bohemicum zieht gemeinsam mit dem Stadtmuseum von Ústí nad Labem im Jahr 2011 in das neurenovierte Gebäude in der Masarykova 1000/3 ein.
Die EU-Förderung in Höhe von 337 Mill. Kronen wurde dem Investoren, der Stadtverwaltung Ústí nad Labem, am 24.9. 2008 genehmigt. Mit der Renovierung sollte in der ersten Hälfte 2009 begonnen werden. Die Arbeiten werden ungefähr zweieinhalb Jahre dauern. In dem rekonstruierten Gebäude entstehen Aussstellungsräume im Ausmass von 2000 m2, Vortrags- und Repräsentationssäle. Einer der Bestandteile werden auch eine Bibliothek und ein Lernzentrum sein. Das Gebäude wird das Stadtmuseum von Ústí nad Labem verwalten, das es in enger Zusammenarbeit mit dem Collegium Bohemicum nutzen wird.
Das Collegium Bohemicum bereitet schon jetzt in Zusammenarbeit mit einigen Mitarbeitern des Stadtmuseums ein Konzept für die Dauerausstellung über die Geschichte der Deutschen in den böhmischen Ländern vor, die in den neurekonstruierten Räumen stattfinden wird. Zugleich ist das Collegium Bohemicum für die Finanzierung der Ausstellung zuständig.
Mit dem Beginn der Tätigkeit im Museumgebäude wird Ende 2011 gerechnet.
Auf dem Foto: L. Kindlová und T. Sýkora (Leiter der Konzeptabteilung der Stadtverwaltung) übergeben das Projekt der Rekonstruierung des Stadtmuseums.
Arbeitsgruppe für die Vorbereitung der Dauerausstellung
Die Arbeitsgruppe wurde gegründet, um die Dauerausstellung über die Geschichte der Deutschen in den böhmischen Ländern vorzubereiten. Diese wird in 2011 in das rekonstruierte Gebäude des Stadtmuseums von Ústí nad Labem einziehen.
Collegium Bohemicum erhält vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds eine außergewöhnliche Unterstützung
Auf seiner Tagung vom 30.09.-01.10. 2008 hat der Verwaltungsrat des Zukunftsfonds eine Förderung von ca. 8,6 Mio. CZK für zwei Projekte des Collegium Bohemicum beschlossen.
Finanzmittel für die Museumsrenovierung bewilligt
Dem Projekt der Stadt Ústí nad Labem „Die Renovierung des Museums der Stadt Ústí n. L. mit Ziel der Errichtung des Zentrums für tschechisch-deutsche Studien Collegium Bohemicum“, mit dem die Stadt sich um eine europäische Zuwendung in Höhe von 337 Mio. Tsch. Kronen beworben hatte, wurde am 24.9.2008 zugestimmt.
Die tschechische Regierung will sich an der Pflege des Kulturerbes von Deutschen in den böhmischen Ländern beteiligen
Auf ihrer Sitzung am 21. Mai 2008 nahm die Regierung den Beschluss an, mit dem sie sich zur Teilnahme des Staates an der Tätigkeit der gemeinnützigen Gesellschaft und zur Pflege des Kulturerbes in den böhmischen Ländern bereiterklärte. Die Regierung entschied darüber, dass das Kulturministerium wird die Funktion einer der Gesellschaftgründer durchführen. Es verbreitet so die Reihen der ursprünglichen Gründer zu denen die Stadt Ústí nad Labem, die Jan Evangelist Purkyně Universität Ústí nad Labem und die Gesellschaft für die Geschichte der Deutschen in Böhmen gehören.
Vergessene Helden - Arbeit am Projekt zeigt die ersten Ergebnisse
Am 30. 11. 2007 findet in Ústí nad Labem eine Präsentation der vorläufigen Ergebnisse des Projektes "Dokumentation der Schicksale aktiver Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus statt. Diese Menschen wurden nach dem Krieg politisch verfolgt, und zwar aufgrund der so genannten Benesch-Dekreten.
Sudetendeutsche im Krisenjahr 1938 - Analyse eines deutschen Historikers
Am 7. 12. 2007 findet im Cafe Větruše in Ústí nad Labem eine Sitzung des Wissenschaftsrats des Collegium Bohemicum statt. Dieser besteht aus Repräsentanten aus dem In- und Ausland und ist interdisziplinär. Ein sehr renommiertes Mitglied ist Prof. Dr. Detlef Brandes, der bei diesem Anlass einen Vortrag halten wird, in dem er die Geschichte der Sudetendeutschen darstellen und die Situation sowie das Verhalten im Krisenjahr analysieren wird.
Kontakt
Collegium Bohemicum o.p.s.
Masarykova 3/1000
40001 Ústí nad Labem
Tschechische Republik
INr.: 273 09 231
Untersuchung und Dokumentation von Kleindenkmalen im sächsisch-böhmischen Grenzraum
Die TU Bergakademie Freiberg startete gemeinsam mit der tschechischen Universität Jan Evangelista Purkyně in Ústí nad Labem und dem Collegium Bohemicum (Ústí nad Labem) im Juni 2009 das grenzüberschreitende Projekt „Untersuchung und Dokumentation von Kleindenkmalen im sächsisch-böhmischen Grenzraum".
Ziel des Projektes ist es, Kleindenkmale auf sächsischer und tschechischer Seite – etwa Bildstöcke, Bet- und Sühnekreuze, Pestsäulen, Postmeilensäulen, Grenzsteine etc. – in Zusammenarbeit mit tschechischen Experten schadenstechnisch sowie kunst- und kulturhistorisch zu bestimmen und daraus Handlungsempfehlungen und Konzepte für Restaurierungen
abzuleiten.

